Ausstellung „Die Volksschule“
Klassenzimmer, Kabinett und Wohnung des Schulmeisters an der Wende vom 19. zum 20. Jh. Die „Volksschule“ ist die ursprüngliche Bezeichnung der Schule der ersten Stufe (d. h. 1. – 5. Lehrgang), die aufgrund der Schulgesetze aus den Jahren 1869 und 1883 errichtet wurde. Die Einrichtung der Ausstellung der Volksschule in den Räumen der ehemaligen Vogtei in Kozlovice wurde durch die Tatsache inspiriert, dass gerade in diesen Räumen, in einem ursprünglichen hölzernen Landhaus, im Jahre 1785 die sog. triviale Schule mit dem Unterricht von drei Grundfächern: Schreiben, Rechnen und Religion eröffnet wurde.
Wenn man in den linken Gebäudetrakt eintritt, kommt man
plötzlich – wie mit einem Rohrstockschlag (wobei der Rohstockschlag in der
Ausstellung nicht fehlt) – an die Wende vom 19. und 20. Jh. In der Mitte des
Klassenraums stehen die originellen gebogenen Holzbänke aus dem Werk D. G.
Fischel Söhne in Mimoň. Die naturwissenschaftlichen und geographischen
Bilder an den Wänden, insbesondere dann die Kollektionen von didaktischen
Amerlings Bildern, die in den Jahren 1850 – 1865 herausgegeben wurden,
runden das authentische Bild des Zeitgeistes ab. Über die Ordnung in der Klasse
wacht das Kruzifix (gesegnet von Bischof F. V. Lobkowicz aus der Diözese
Ostrava-Opava anlässlich der feierlichen Eröffnung des Museums im Jahre 2006)
und das Porträt des Monarchen.
Entsprechend dem Zeitgeist sind ebenfalls das Kabinett des Schulmeisters und seine bescheidene Wohnung ausgestattet. Man kann hier – im Rahmen des „anschaulichen Unterrichts der Heimatkunde“ auf Bestellung – einen wirklichen Schulmeister, oder seine unglaublich lebendige Figur, wie sie die vaterländischen Zeitungen durchliest, treffen.






