Das Kaffeehaus „Perníkovka“ – ein duftender Rückblick auf die Tradition der Lebkuchenbäckerei
In den Räumen des Kaffeehauses namens
„Perníkovka“ in Štramberk kann man eine Ausstellung besichtigen und die
Geheimnisse der traditionellen Herstellung von Lebkuchen, Stramberger Ohren
sowie anderen Konditorwaren einsehen. Die hiesige Ausstellung bestehend aus
einer Reihe von historischen Lebkuchenformen aus Holz, aus Kupfer, von
handgeschmiedeter Oblatenzange und anderen Kuchen- und Backzubehör erfreut
sowohl Kinder als auch Erwachsene. Die holzgeschnitzten Lebkuchenformen in
diesem Kaffeehaus wurden vom Jiří Rücker, dem Meister seines Faches,
sorgfältig nachgesehen. Er hat die Lebkuchenformen konserviert und
petrifiziert, und gleichzeitig hat er die Abdrückung der Lebkuchen für bessere
Leserlichkeit von Reliefen angefertigt.
Einige Besucher frischen in den duftenden Räumen des Kaffeehauses ihre Erinnerungen nicht nur an das märchenhafte Knusperhäuschen, sondern auch an das walaschische Sommerrestaurant namens „Perníková chaloupka“ (dt. Knusperhäuschen) an. Es stand seinerzeit (bis zu den 50er Jahren des 20. Jahrhunderts) am Hang des naheliegenden Berges Kotouč. Es wurde nach dem Entwurf vom Maler Bohumír Jaroněk geschmückt und es lockte durch seinen malerischen Charakter nicht nur die hiesigen Steinhauer, sondern auch weitere Besucher und Touristen aus der ganzen Umgebung zu einem angenehmen Verweilen und weitbekannter Erfrischung. Das stilgerechte Kaffeehaus ist eine gelungene Nachbildung des seinerzeit beliebten Restaurants „Perníková chaloupka“ in Štramberk.
Die komplette Reihe von holzgeschnitzten Lebkuchenformen einschließlich ihrer Formstücke bildet einen einzigartigen Bestandteil des Innenraums im Kaffeehaus „Perníkovka“. Auf den alten Lebkuchenformen aus den 19. und 20. Jahrhundert sind Motive von Husaren, Damen mit Hüten, Lämmern sowie von Heiligen zu sehen. Die Besonderheit der Sammlung stellen sog. „Japanerie“ dar; es handelt sich um kleine Backformen für die speziellen Oblaten, die man vor dem Trinken des japanischen Tees gegessen hatte, damit sein spezifischer Geschmack noch mehr hervorgehoben wurde. Zu den weiteren interessanten Exponaten gehören die doppelseitigen oder mehrdimensionalen Backformen. In den sorgfältig aufgestellten Vitrinen findet man auch ein sehr gelungenes Falsifikat, das in der Gegenwart hergestellt wurde… es ist jedoch die Frage, ob man es überhaupt findet, weil das Falsifikat sehr authentisch ist…!!







