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Das Haus „Bei Schreiben“

Geschichte des Hauses „Bei Schreibern“

In Štramberk, so wie auch woanders, waren in Bürgerhäusern Unterdielen vorhanden. Die ursprünglichen Unterdielen hatten Holzsäulen auf denen sich ein Holzgipfel mit Dachfenster befand. Das Dach und der Dachboden überragten die niedrigen Parterrehäuser in Richtung gegen Marktplatz. Ende des 18. und Anfang des 19. Jahrhunderts konnte man das wachsende Wohlhaben einiger bürgerlicher Familien beobachten in Zug dessen sie dann ihre Holzhäuser auf Häuser aus „festem Material“ umzubauen angefangen haben. Genug von solchem Material gab es auf der Štramberker Burg. Unterdielen – auch die aus Holz gebaut, haben ihre Funktion gefüllt: In den Tagen der Abhaltung von Märkten bzw. Jahrmärkten haben die Eigentümer diese an fremde Händler vermietet, damit sie im Bedarfsfalle vor Regen und Unwetter geschützt bleiben. Über Sonntage und Feiertage haben die Unterdielen als Promenade für die örtliche obere Gesellschaftsschicht gedient. In Štramberk hat man nach der Umbauzeit die Unterdielen nicht mehr so gebaut wie dem in den größeren Städten war.

Haus Nr. 30 („Bei Schreibern“ bzw. auf tschechisch „Písařovice“ genannt) steht ganz nachweislich schon seit 400 Hundert Jahren auf dem Štramberker Marktplatz, möglich schon seit den Zeiten, wo Štramberk zu einer Stadt erhoben wurde (im Jahr 1359). Die Angaben darüber erfahren wir aus der Denkurkunde, die die Štramberker Bürger in den Mohnkopf im Turm der Pfarrkirche bei der Renovierung in den Jahren 1611 – 1614 eingelegt haben. Neben den Namen des evangelischen Pfarrers, Bürgermeisters sowie des ganzen Stadtrates stehen auf der Liste die Namen aller Bauer. Unter den Stadteinwohnern und den Bauern der Stadt Štramberk „von der Kirche in den Sonnenschatten laufend …“ steht bei dem Haus Nr. 30 der Name Martin Žárský angeführt.

Aus deren Aufzählung ist ersichtlich, dass neben der Schule, Kirche und dem Pfarramt in den Stadtmauern an dreißig Häuser und in der Vorstadt dann an neunzehn Häuser vorhanden waren. Der Name Martin Žárský erscheint auch auf einem Archivbeleg aus dem Jahre 1629. Aus der Urkunde von Marktgraf Jan (1359) wissen wir, dass das Recht Bier und Schnaps zu brauen sowie Bier, Schnaps und Wein auszuschenken, sich nicht auf alle Stadtbürger bezogen habe. Über dieses Recht verfügten nur die Eigentümer von 22 Häusern in der eigenen Stadt, die mit einer Mauer umringt war, und denen dieses Recht von Anfang an zustand. Diese Häuser hat man deshalb Schenkhäuser genannt. Es handelt sich um die Häuser, die heute den Marktplatz bilden (unter diese gehört nicht das Haus Nr. 11 neben dem Katholischen Haus). Unter dieser Aufzählung fehlt auch das Haus Nr.30 nicht.

• Im 18. Jahrhundert ist der Inhaber des Hauses Nr. 30 Štěpán Florián, ein Schenkbürger. • Im 19. Jahrhundert lebt in diesem Haus die Familie Bajer. • Ungefähr in den 20 Jahren des 19. Jahrhunderts befindet sich das Haus im Eigentum der Familie Jurák. In ihrem Besitz befand sich das Haus noch über das ganze 20. Jahrhundert. Der erste Eigentümer aus dieser Abstammung, Jan Jurák, war auch in der Funktion als Stadtschreiber, heute würden wir Sekretär sagen, tätig. Zu dieser Zeit erhielt das Haus den Kosenamen – „Bei Schreibern“. Und zwar dadurch, dass in Štramberk viele Juráks lebten und es war notwendig sie wenigstens nach den Kosenamen zu unterscheiden. Jan Jurák hat Anežka Hývnarová aus Závišice geheiratet und unter deren Kinder gehört auch der spätere Pfarrer Josef Jurák. In so einem weiträumigen Haus haben immer mehrere Familien gewohnt. Dieses bestätigten die Eintragungen in Štramberker Matrikenbüchern, die in ZA Opava archiviert sind. Aus der Familien Jurák – den Schreibern, stammen auch zwei Pfarrer (Jurák Josef 1882–1976 und Jurák Ladislav 1911–1977).

So wie die Menschen haben auch die Bauernhäuser ihre manchmal erfreuliche, ein andermal wieder schwierige, sogar auch traurige bis tragische Schicksale. Manchmal ist so ein Bauernhaus für seine Bewohner zum richtigen Heim, einem echten Geburtsnest, das auch die Jünglinge, die schon längst aus dem Geburtsnest ausgeflogen sind, hier aber verwurzelt sind, stets zurück lockt. Ein anderes Mal bleibt das Haus nur die Erinnerung auf eine bestimmte Zeit, die man in ihm erlebt habe… Wie wird das Schicksal des renovierten Hauses „Bei Schreibern“ verlaufen? (Erstellt von Josef Adamec)

Das Haus „Bei Schreibern“ heute

Am Freitag, den 25. April des Jahres 2008 wurde das renovierte Interieur des Hauses Bei Schreibern in Štramberk feierlich eröffnet, dieses unter der Anwesenheit von Zehnten geehrten Gästen. Unter den Mitwirkenden, die dem Haus Bei Schreibern und ihren weiteren Gästen viel Glück und angenehme Zeiten wünschten, fehlten auch der Gitarrenvirtuose Štěpán Rak, der Musikkomponist Boris Urbánek und der „Schöpfer der altgriechischen Komödie Aristofanés“ nicht. Diesen hat der hiesige Landsmann und Theateramateur Mořic Jurečka dargestellt.

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