Die Geschichte von Ostrov
Das Objekt des Holzhauses Nr. 199 liegt am Rande des Denkmalschutzgebiets der Stadt Štramberk und wird in der tschechischen Zentralen Liste der Kulturdenkmäler eingetragen. Das Objekt wird beschrieben als „Beispiel eines Blockhauses aus Rundholz vom Ende des 18. Jahrhunderts mit dem erhalten gebliebenen Grundriss des wertvollen archaischen Typs mit drei Räumen und einem Hauseingang an der kürzeren Gebäudeseite. Seine Bedeutung besteht darin, das es als Beleg der herkömmlichen Zimmerungstechnik und der Balkenverbindung an der Objektecke [dient]…“.
Zur Geschichte dieses volkstümlichen Holzgebäudes sei es noch gesagt, dass das Holzhaus vor seiner 1807 durchgeführten Neunummerierung auf Hausnummer 199 die Hausnummer 141 hatte, und zwar seit 1771, wenn eine Häuserliste erstellt wurde. Bereits damals wohnte hier die Familie Kelnar. Die Kelnar waren überwiegend als örtliche Metzger tätig. Unter gleichem Namen sind sie hier auch in den Jahren 1820 und 1874 erwähnt. Die exakte dendrochronologische Datierung wurde zwar noch nicht ausgewertet, aber es ist ganz real, dass einzelne Bauelemente des Objekts mindestens 200 Jahre alt sind.
Im zwanzigsten Jahrhundert, am 13. November 1922, heiratete sich der verwitwete Petr Socha vom Haus Nr. 58 in das Haus Nr. 199 ein, und zwar zu Anna Sochová, der Arbeiterin in Štramberk und der Witwe nach Josef Socha (gest. am 5. 6. 1916). Anna Sochová war die Tochter des Kelnars Jan, dem Steinhauer/Ofensetzer in Štramberk, und dessen Ehefrau Magdalena (geborene Vantuchová). In dieser zweiten Ehe wurde am 22. 6. 1926 der Sohn Petr geboren, genannt „von Insel“, der am 17. 4. 1948 Ludmila Trojančíková aus Bartošovice heiratete, und im Haus Nr. 199 wurde ihnen eine Tochter geboren. Petr Socha lebte im Haus Nr. 199 bis zu seinem Tod am 18. 10. 1986. Dann wohnte hier seine Tochter, die das Holzhaus dem Ingenieur Pavel Šmíra verkaufte. Der neue Hausbesitzer hat 2008 vollständige Rekonstruktion des Holzhauses vorgenommen.







