Hukvaldy
Ob ich in dieser Welt eine Bedeutung habe, schreibe ich es immer den
Schönheiten und dem Leben dieser Gemeinde zu. Womit man seine Seele füllt,
damit man auch überströmt.
(Leoš Janáček)
Die Burg Hukvaldy – oder die größte Burgruin auf dem Gebiet des Mährens – ragt bis zu den höchsten Kaskadenstufen des ausgedehnten Wildgeheges in Hukvaldy in der Höhe von 600 m ü. M. empor. Das Wildgehege begrenzt 440 ha Wald. Seine Bewaldung erfolgte stufenweise ab dem Jahr 1568. Der ursprüngliche Buchenbestand wurde Ende des 19. Jahrhunderts durch Edelhölzer: Ulmen, Weymouthskiefern, Roteichen und Hickory ergänzt.
Wenn man in dieses Naturschutzgebiet durch das Steintor im Barockstil vom oberen Ende des Stadtplatzes in Hukvaldy eintritt, kommt man zur Burg nach einem von Kastanienbäumen umsäumten Weg. Ihre Blüte brennen hier im Frühling wie Kerzen. Am meisten stockt Ihnen ihr Atem über die schöne Farbenpalette von hiesigen wuchtigen Laubgehölzen vielleicht im Herbst. Der Bruder des iranischen Schahs, der Prinz Abdor Réza Páhlaví, erlegte hier 1967 einen Mufflon. Sie können sich allein auf die Jagd ohne Waffe machen und die schönen Blicke auf die hundertköpfigen Herden von Mufflons, Damwild und Wildschweinen genießen, oder die Aussicht auf das ganze Panorama von den Mährischschlesischen Beskiden aus den Burgbastionen bewundern.
Das Wildgehege in Hukvaldy mit einem Amphitheater sowie die Räumen der Burg Hukvaldy stellen einen Schauplatz für die traditionellen internationalen Musikfestspiele „Janáčeks Hukvaldy“ dar. Die im 13. Jahrhundert gegründete Burg belebt jedoch bei verschiedenen weiteren Gelegenheiten während des ganzen Jahres.
Die Gemeinde genießt die nicht unerhebliche Beliebtheit seitens von Besuchern nicht nur dank der Möglichkeit, das großartige Burggelände zu besichtigen, sondern auch dank der Möglichkeit, das Leoš-Janáček-Denkmal zu besuchen. Das Denkmal wird durch gemeinnützigen Verein Český hudební fond (dt. Tschechischer Musikfond) verwaltet. Links über der St.-Maximilians-Kirche im Barockstil steht das Elternhaus von Leoš Janáček. Das Informationszentrum hat in diesen Räumen heute seinen Sitz. In der benachbarten Galerie Hukvaldy werden die Werke von gegenwärtigen Künstlern, die ihre Inspiration nicht nur aus dieser Region schöpfen, ausgestellt.






