Das Jaroněks Bauernhaus
Die kurvenreiche Jaroněk-Gasse,
sog. „Goldene Gasse“ in Štramberk, stellt einen Schulbeispiel der immer
bewohnten und mit Liebe gepflegten Blockhäuser, die unter der Burg liegen. Zu
ihnen gehört auch das Jaroněks Bauernhaus, das an die mittelalterliche
Burgmauer angebaut wurde. In diesem stilgerechten Café kann man bei einem
breiten Kaffeeangebot (z.B. mit Stramberger Oblaten) vor der Besteigung des
Berges Trúba oder des Aussichtsturms Bílá hora neue Kraft schöpfen.
Die weitbekannten Stramberger Ohren, , die zur Zeit dank der geschützten Ursprungsbezeichnung EU noch ruhmvoller sind, können selbstverständlich im Angebot im Jaroněks Bauernhaus genauso wie in der Jaroněks Backstube nicht fehlen.
PhDr. Anna Hrčková führt in ihrer Publikation „Co se jedlo pod Štramberskou trúbou“ (dt. Mehl geben, Eier geben) Folgendes auf: „Ursprünglich backte man sie (die Stramberger Ohren) aus Brotmehl, das von Bäckern verkauft wurde. Nach Auflösung ihres Gewerbes war dieses Mehl nicht mehr erhältlich, und deshalb musste man auch das Rezeptur verändern – das Brotmehl wurde durch das Weizenmehl ersetzt. Nach Erfahrungen und Meinungen ist gerade die Mehlqualität von höchster Bedeutung. Das Geheimnis des Geschmacks versteckt sich in der individuellen Verwendung von Zutaten.“ Jede Familie behütete somit ihr eigenes „echt richtiges Rezept“ für die Stramberger Ohren. Eines von ihnen aus der erwähnten Publikation bieten wir Ihnen an:
200 g Puderzucker, 3 Eier rühren, dann 100 g erwärmter flüssiger Honig einschlagen. 500 g glattes Mehl dazugeben, mit gemahlenem Gewürzen: 1 ebenen Löffel Sternanis, gleiche Menge Zimt, halber Löffel Anis, Zitronenschale dazugeben und zu einem Teig verrühren. Über Nacht ruhen lassen und den nächsten Tag ihn zur Platte auswalzen. Runde Scheiben ausstechen, auf dem Blech im Rohr backen und sie noch heiß in Ohrenform aus Blech oder in Trinkglas einrollen.
(Das Buch von PhDr. Anna Hrčková: „Co se jedlo pod Štramberskou Trúbou“ ist ab Dezember 2007 im Informationszentrum Relax v podhůří Beskyd erhältlich).
Stramberger Oblaten
Im Café werden neben den frisch gebackenen
knusprigen Hörnchen und Stramberger Ohren auch die neuen Stramberger Oblaten
angeboten. Die Zeiten sind längst vorbei, wenn Badegäste („Badestutzer“)
durch das romantische Städtchen Štramberk in Massen strömten. Der
weitbekannte Luft- und Kräuterkurort in Štramberk wurde vom Kräutersammler
und Homöopathen Jan Bajer im Jahre 1855 gegründet. Die Kurbäder sind heute
nur zu gedenken. Aber man kann auch heute die Kurort-Oblaten und liebevolle
Pflege genießen, die den Besuchern der Stadt Štramberk in den Dienststellen
„Relax v podhůří Beskyd“ gewidmet wird.







