Das Gelände „In der Mühle“

In der Mühle Unweit des unteren Randes des Dorfs Kozlovice, am rechten Ufer des kleinen Flusses Ondřejnice, dort, wo sich der Fluss in die Hügel des Naturreservats Palkovické hůrky einen Weg bahnt und hier einen mehrere Kilometer langen Naturcanyon bildet, befindet sich eine gefühlvoll rekonstruierte Mühle mit einem 250 m langen Mühlgraben und einem voll funktionsfähigen Mühlenrad.

Die Mühle zählte zu den vier ältesten Mühlen in Kozlovice, die bereits im ersten erhalten gebliebenen herrschaftlichen Urbar aus dem Jahr 1581 eingetragen waren. Der Mechanismus der Mühle wurde mit einem Mühlrad für sog. Oberwasser angetrieben. In der zweiten Hälfte des zwanzigsten Jahrhunderts hörte die Mühle auf, ihre Funktion an der Adresse Kozlovice Haus-Nr. 130 zu erfüllen. Die Gebäude gingen zugrunde und der Mühlgraben wurde verschlammt.

Seinerzeit lebte hier ein Herr namens Šmířák und in den Chroniken steht geschrieben, dass er mit Leoš Janáček sehr gut bekannt war, der übrigens „In der Mühle“ häufig zu Gast war. Wir befinden uns an einem Ort, der Janáček beim Komponieren seiner Oper „Její pastorkyňa“ (Ihre Ziehtochter) inspirierte.

Das Mühlengelände dient heute der breiten Öffentlichkeit, den Radfahrern, Touristen sowie den hiesigen Einwohnern als Zentrum des Kennenlernens, der ausgezeichneten Küche und der angenehmen Unterhaltung. Der Grundriss des Hauptgebäudes des ganzen Areals hat eine „L“ Form. Beide Teile dieses Gebäudes bestehen aus zwei Etagen. Im kürzeren Blockhaus finden Sie eine malerische Gaststätte, ein kleines Museum von Mühlenartefakten und den Haupteingang zum Unterkunftsteil. Übernachtungsmöglichke­iten sind auch in stilgerechten außerhalb des Hauptgebäudes liegenden Appartements vorhanden.

Im anderen Teil der Mühle befindet sich das stilgerechte Restaurant „U Mlynářky“ („Zur Müllerin“) mit der weit bekannten Küche. Die Speisekarte bietet Köstlichkeiten aus frischen Forellen aus dem Mühlgraben, Spezialitäten der Müllerin, die regionalen Spezialitäten, Nudeln und Salate. Die reichhaltige Weinkarte des Gotischen Kellers in Štramberk mit edlen Weinen aus den mährischen Weingärten rundet auf hervorragende Weise die hiesige Küche ab.

Eine Dauerausstellung zeitgenössischer Artefakte aus den Bauernhöfen unserer Großväter und den Küchen unserer Großmütter gehört auch zum Areal. Den Erfindungsgeist unserer Vorfahren und die Anmut der ausgestellten Gegenstände – „kašák“, „šperčák“, „tvargač“, „klaťák“ und „strýk“ – wissen Sie am besten bei einer persönlichen Besichtigung zu schätzen. Während des Sommers erreichen Sie auch den Schmiedemeister in der Schmiedewerkstatt. Auf dem Gelände finden Sie auch eine überdachte Grillanlage mit Verweilmöglichke­iten und die Holzkapelle des Heiligen Florians, die vom Bischof von Ostrava und Opava F. V. Lobkowicz gesegnet wurde.

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